Das Jahr 2019

Für einen Moment habe ich mir überlegt, ob es sinnvoll sein könnte – wie es manch andere getan haben – einen kleinen Rückblick über die ganze Dekade zu verfassen. Ich habe von diesem Gedanken Abstand genommen. Der Grund ist ganz einfach: es ist eine menschliche Eigenschaft, dass uns negative Erinnerungen eher gewahr bleiben denn positive. Gerade, wenn die Zeit, an die man sich erinnert, schon länger zurückliegt, fällt einem oft das Schlechte als Erstes ein. Das ist nachvollziehbar. Es ist sinnvoller, sich der Stelle zu entsinnen, hinter der bei der letzten Jagd immer das wütende Wildschwein gelauert hat, als jener, an der der Edelweiß so schön blühte, den man dann pflückte. Ersteres kann einem das Leben retten, letzteres die Ehe. Da setzt das Erinnerungsvermögen schon seine Prioritäten.

IMG-20180315-WA00142019 war ein schwieriges Jahr, was meine schriftstellerische Arbeit anbelangt hat. Nicht so sehr, weil ich so wenig zu tun hatte, sondern aufgrund der Tatsache, dass das „reale Leben“ andere Vorstellungen davon formulierte, wie ich meine Lebenszeit zu verbringen hätte. Ich musste sehr viel reisen. Wer mir auf Facebook und Twitter folgt, wird ein wenig davon mitbekommen haben. Manchmal konnte ich auf diesen Reisen die Kraft finden, auch an einem Manuskript zu schreiben, manchmal eben nicht. Es ist nicht nur eine Frage der Zeit, sondern auch der Energie. Wenn man sich permanent mit der Katastrophe namens Deutsche Bahn auseinandersetzen muss, und das auch noch nach einem anstrengenden Arbeitstag, ist die Energie oft nicht mehr da. Und wenn dann im Bordbistro mal wieder die Kaffeemaschine nicht funktioniert, habe ich den Kaffee, durchaus wortwörtlich, auch endgültig auf.

Dennoch wurde einiges auf die Schiene gesetzt (haha!) und obgleich auch im kommenden Jahr wieder viele Reisen anstehen, hoffe ich sehr, dass sich auch alles so realisieren lässt, wie ich es mir vorgenommen habe. Auch ein Kapitel wurde 2019 abgeschlossen, wenngleich sich dies materiell erst im kommenden Jahr zeigt: ich habe meinen letzten Roman für die Reihe „Die neunte Expansion“ verfasst und verabschiede mich damit von einem Projekt, das mich sieben Jahre lang begleitet hat. Die richtige Wehmut wird sich wahrscheinlich einstellen, sobald ich meinen letzten Roman in Händen halte.

Immerhin habe ich 2019 trotz meiner Reisen (also zusätzlich freiwillig) einige schöne Cons besuchen können. Der 20190815_150918Höhepunkt war gewiss der WorldCon in Dublin, wenngleich er mir, im Rückblick, vielleicht nicht ganz so gut gefallen hat wie die beiden davor, die ich besucht habe. Aber so ein WorldCon-Besuch ist schon etwas besonderes, wenngleich für mich gewiss nun für einige Zeit der letzte. Man muss sich das ja auch leisten können, und da ist es bei außereuropäischen Veranstaltungen schon ein wenig komplizierter mit der Finanzierung.

20191112_175258Mein Lieblings-Computerspiel 2019? Am Ende lag „Outer Worlds“ knapp vorne, wenngleich mir „The Division 2“ auch großen Spaß gemacht hat. Welches Spiel habe ich aber trotzdem am meisten gespielt? Yeps. „Siedler IV“. Hängt mit dem Alter zusammen, glaube ich.

Der Blick nach vorne nach 2020 ist an dieser Stelle natürlich ebenfalls sinnvoll. Ich schreibe derzeit am dritten Band der „Kalter Krieg“-Trilogie, der gewiss kommendes Jahr erscheinen wird. Ebenfalls in Arbeit ist der dritte Band der „Der letzte Admiral“-Trilogie, der zusammen mit Band 2 in 2020 das Licht der Welt erblicken sollte. Darüber hinaus schließe ich gerade ein anderes Serienprojekt ab, das ich hoffentlich in Kürze ganz offiziell ankündigen darf. Vorgenommen habe ich mir für 2020 auf jeden Fall „Kaiserkrieger“ # 13, damit die Wartezeit auf den Folgeband diesmal nicht ganz so lange dauert. Immer noch in Planung ist ein neuer Scareman-Roman in Kooperation mit Sylke Brandt, vielleicht wird das im kommenden Jahr ja endlich was (dass bisher noch nichts daraus wurde, ist übrigens allein meine Schuld). Abgesehen davon habe ich zu diesem Zeitpunkt noch keine konkreten Pläne, bin aber sehr zuversichtlich, dass sich das ganz schnell ändern wird.

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und einen guten Jahreswechsel. Der erste Con 2020 ist für mich die Vienna Comix, dicht gefolgt vom LuxCon. Ich hoffe, viele von euch dort treffen zu können.

Consaison 2020 – meine Pläne

Die Consaison 2020 steht bevor, und das bedeutet, ich muss mir Gedanken machen, wo ich meinen Fans, Verehrern und potentiellen Attentätern die Möglichkeit geben werde, mich zu treffen. Derzeit sieht meine Planung den Besuch folgender Veranstaltungen vor:

  1. Ich werde im März voraussichtlich auf der Vienna Comix anzutreffen sein, allerdings nicht „einfach so“, sondern durchaus mit einer Funktion. Mehr dazu, wenn ich selbst genauer Bescheid weiß.
  2. Im April folgt der LuxCon, diesmal mit einer anderen und größeren Location. Ich bin schon sehr gespannt darauf!
  3. Im Mai gibt es zwei Veranstaltungen: auf dem MarburgCon werde ich wieder die Thekenschlampe machen und dann wäre da noch der ColoniaCon in Kölle.
  4. Im September habe ich den Besuch des ElsterCons in Leipzsch ernsthaft ins Auge gefasst.
  5. Im Oktober folgen dann wieder zwei Veranstaltungen: Da wäre zum einen der Futuricon/EuroCon in Rijeka (das ist in Kroatien, Ihr Ungebildeten) und natürlich der BuchmesseCon als grandioser Abschluss der Saison.

Ich werde gewiss auch am Buchmessesamstag auf der neuen Saarbrücker Buchmesse herumlaufen (Ticket habe ich schon), dort bin ich aber auch nur normaler Gast, ich habe keinen Veranstaltungspunkt o. ä.

Das ist natürlich alles noch potentiellen Änderungen unterworfen, vor allem, wenn bspw. beruflich etwas reingrätscht. Aber mit insgesamt sieben Veranstaltungen würde es gewiss ein schönes Conjahr werden, sollte es so klappen.

Habemus Abrechnung (verspätet)

Anfang Oktober hatte ich endlos viel um die Ohren, deswegen habe ich mein dreimonatliches Traditionsposting leider nicht machen können. Daher jetzt, vier Wochen später, mit einem erfassten Zeitraum von vier Monaten.

Beginnen wir wie immer mit den Kaiserkriegern. Band 1 ging im benannten Zeitraum rund 50 x über den Tisch, damit liegt die verkaufte Gesamtauflage jetzt bei 8.370 Exemplaren. Band 2 verkaufte rund 40 Bücher, hier sind wir jetzt bei 5.490 Stück. Für Band 3 haben wir um die 40 Verkäufe gezählt, also jetzt insgesamt 4.620. Band 4 lief mit 40 Abverkäufen, nunmehr 4.140 insgesamt. Band 5 verkaufte sich 40 mal, insgesamt sind wir bei 3.870 Exemplaren. Band 6 lag ebenfalls bei 40, insgesamt jetzt 3.530 Stück. Kaiserkrieger # 7 ging 40 x weg, davon verkauften sich bis jetzt insgesamt 2.680 Exemplare. Kaiserkrieger # 8 verkaufte sich 40 x, insgesamt jetzt 2.220 Verkäufe. Kaiserkrieger # 9 verkaufte sich rund 40 mal, insgesamt jetzt 1.880. Kaiserkrieger # 10 verkaufte 40 Exemplare, macht jetzt 1.750. Kaiserkrieger # 11 verkaufte 40 Exemplare, insgesamt jetzt 1.380. Kaiserkrieger # 12 verkaufte 950 Exemplare.

Der erste Band von “Kaiserkrieger Vigiles” ging 10 mal weg, macht jetzt insgesamt 1.500 verkaufte Exemplare. Von Band 2 verkauften sich 10 Exemplare, insgesamt also 1010. Band 3 verkaufte 10 Exemplare, insgesamt nun 760 Exemplare.

Weiter angeboten wurde mit „Arrival“ der erste Band der englischsprachigen Kaiserkrieger-Ausgabe. Davon verkauften sich 200 Exemplare, insgesamt also jetzt 5.900. Von „Betrayal“ verkauften sich 120 Stück, insgesamt jetzt 2.940 Exemplare. Von Band 3 namens „Passage“ wurden 100 Exemplare verkauft, insgesamt jetzt 1.900. Von Band 4 wurden diesmal 100 verkauft, insgesamt jetzt 1.420 Exemplare verkauft. Von Band 5 wurden 120 umgesetzt, insgesamt jetzt 1.220 Exemplare. Band 6 verkaufte sich 220 mal, insgesamt jetzt 880.

Kommen wir zu den Tentakeln. Der ebook-Omnibus verkaufte sich 10 x, hier sind wir nun bei 3.010 Stück. “Tentakelwacht” erreichte 10 Verkäufe, hier sind es nunmehr 2.070. “Tentakelblut” verkaufte 10 Stück, insgesamt also jetzt 1.790. “Tentakelreich” ging 10 x weg, hier gab es insgesamt jetzt 1.490 Verkäufe. “Tentakelfürst” verkaufte 10 Stück, insgesamt jetzt 1.080 Exemplare. „Tentakelkaiser“ verkaufte 10 Exemplare, jetzt insgesamt 850 und „Tentakelgott“ verkaufte 20 Exemplare, insgesamt jetzt 850.

„Canopus“, Band 1 des Kalten Krieges, verkaufte sich 160 mal, insgesamt sind jetzt 2.130 Exemplare verkauft. „Aume reist“ verkaufte sich 200 mal, insgesamt jetzt 1.060.

Vom Daxxel-Sammelband wurden 30 Exemplare verkauft, insgesamt nun 520.

Der “Lord zu Tulivar” verkaufte im fraglichen Zeitraum 20 Bücher, insgesamt liegen wir hier bei 870 verkauften Exemplaren. “Ein Prinz zu Tulivar” kam auf 10 Verkäufe, insgesamt also 630. „Ein Gott zu Tulivar“ verkaufte 20 Exemplare, insgesamt 330.

Nun zur „Scareman-Saga“. Vom Sammelband verkauften sich 70 Exemplare, insgesamt also jetzt 2.860.

Mal wieder ein paar Worte…

… damit ihr nicht denkt, dieses Blog gäbe es nicht mehr. Der Punkt ist: meine berufliche Tätigkeit im wirklichen Leben frisst derzeit eine Menge meiner „freien“ Zeit. Ich bin jetzt wieder bis Weihnachten jede Woche auf Reisen. Jede verfickte Woche. Ich werde den BuCon mit großer Mühe reinquetschen können, aber ansonsten sehe ich nur Flughäfen, Flugzeuge, Bahnhöfe, Züge, die ewig gleichen Hotelzimmer und die ewig gleichen Meetingräume. Da bin ich dann abends meistens so energielos, dass es gerade mal für Facebook reicht, und manchmal nicht einmal dafür.

KK_12.jpgKaiserkrieger # 12 ist endlich sowohl als ebook, wie auch als Paperback und Hardcover erhältlich. Meine Tochter will ihren Führerschein machen, daher müsst ihr jetzt alle bestellen, und zwar fix. Im Oktober erscheint dann mit „Metropole 7“ der Auftaktband meiner dritten SF-Trilogie bei Cross Cult. Damit dürfte es für dieses Jahr auch alles gewesen sein, mein letzter D9E-Roman wird wohl Anfang kommenden Jahres publiziert. Aktuell schreibe ich noch an meinem geheimen Geheimprojekt, zu dem ich auch erst Anfang kommenden Jahres etwas sagen darf, sowie am zweiten Band obiger Trilogie und am dritten Band der Story um den „Kalten Krieg“. Ich komme da mit unterschiedlicher Geschwindigkeit voran, siehe oben. Parallel dazu übersetze ich Kaiserkrieger # 7 ins Englische, was man auch nicht mal eben auf einer Backe erledigt. Aber ich will nicht jammern.

Moment. Ich will durchaus jammern. Aber ich sollte nicht 🙂

Was habe ich für das kommende Jahr geplant, das nun ja auch so langsam am fernen Horizont anbricht? Gesetzt ist bisher nur der abschließende Band der Trilogie für Cross Cult sowie der 13. Kaiserkrieger, den ich beginnen möchte, wenn der Kalte Krieg (so oder so) ein Ende gefunden hat. Alles weitere ist noch nicht in trockenen Tüchern, obgleich ich natürlich ein paar Ideen mit mir herumtrage. Wer wirklich einigermaßen auf dem aktuellen Stand sein möchte, dem empfehle ich doch, mir auf Facebook zu folgen. Freundschaftsanfragen werden gerne entgegengenommen.

So, draußen ist es trübe und regnerisch und bäh. Also ideale Bedingungen, mich wieder an die Arbeit zu machen.