Kategorie: Meine Romane

Was geht, Boom?

Es regnet, es windet, ich will ins Bett.

Aber darum geht es ja nicht. Während ich mich langsam vorarbeite in diesem Jahr 2016 (von dem interessanterweise ein Zwölftel auch schon wieder um ist) und ich mir überlege, ob mein letztes Lebensjahr, bevor ich offiziell als „alter Knacker“ gelte, wirklich nur die übliche Plackerei bleiben muss, schreibe ich auch nebenher ein bissel. Und spiele. Und gucke Serienmaterial. Und lese auch wieder mehr, immerhin. Darüber kann ich noch nicht viel berichten, ich habe in den letzten beiden Wochen drei Romane begonnen und wieder abgebrochen (und in die Ecke gepfeffert). Ich werde, was meine Lektüre angeht, immer ungeduldiger. Wenn ein Werk nicht sofort funktioniert, wird es aussortiert. Das Leben ist zu kurz für schwierige Anfänge. Derzeit sitze ich am 13. Honor-Harrington-Roman und immerhin, Weber schafft eine: Ich pfeffere nicht. Noch nicht.

Ich schreibe, habe ich gesagt. Derzeit parallel an vier Romanen: Dem zweiten Kaiserkrieger Vigiles-Band unter dem Titel „Leichte Mädchen“, der ist auf der Zielgeraden. Am zweiten Band der Skiir-Trilogie, die ab September bei Cross Cult erscheinen wird (da habe ich ein gutes Drittel geschafft). Am achten Band der Scareman-Chroniken (etwa die Hälfte fertig) und am neuen Tentakel namens „Tentakelkaiser“ (ein gutes Sechstel fertig). Das erste Halbjahr 2016 ist die materielle Vorbereitung der Publikationsejakulation des zweiten Halbjahres. Ein schönes Bild, malt euch das ruhig mal im Geiste aus (oder vielleicht doch nicht).

Ich schreibe nicht nur, ich bearbeite auch, die Höllenqualen eines jeden Schriftstellers. Sich erneut wiederkäuend und zweitverdauend mit dem bereits Geschriebenen auseinandersetzen zu müssen, ist anstrengend und abtörnend, aber Qualitätsmanagement rulez. Ich kämpfe mich kapitelweise durch Band 10 der Kaiserkrieger, betitelt „Brennende Tempel“, vor allem durch meine selten blödsinnigen Logikfehler, mit denen ich diesmal sehr freigiebig gewesen bin. Und durch „Die Canopus-Konvergenz“, den ersten Band einer anderen Trilogie, von der ihr vor 2017 aber nichts hören werdet. Macht keinen Spaß, das sage ich euch. Gut, ja, sind geile Romane und so, aber es macht keinen Spaß.

Mein Plan für 2016

Wie ist das so mit Plänen? Mal verwirklicht man sie und mal eben nicht. Dennoch möchte ich kurz auflisten, was meiner Ansicht nach ganz bestimmt 2016 aus meiner Feder erscheinen wird, damit jeder auch weiß, welche Romane auf jeden Fall zu vermeiden sind. Änderungen vorbehalten, ist ja klar.

Erstes Halbjahr 2016

Kaiserkrieger # 10 „Brennende Tempel“

Kaiserkrieger Vigiles # 2 „Leichte Mädchen“

Zweites Halbjahr 2016

Tentakel # 8 „Tentakelkaiser“

Die Neunte Expansion # 13 „1713“

Welten der Skiir # 1 „Prinzipat“

Die Beschützer # 2 „Zeit des Erwachens“

Die Scareman-Chroniken # 1 „Ein Scareman erwacht“

Die Scareman-Chroniken # 2 „Der Eine“

Die Scareman-Chroniken # 3 „Herr des Blutes, Herr des Meeres“

Die Scareman-Chroniken # 5 „Das Ende der Gewissheit“

Die Scareman-Chroniken # 6 „Blutige Erkenntnis“

Ich gehe aktuell davon aus, dass ich in diesem Jahr Kaiserkrieger # 11 nicht mehr schaffen werde – d.h. geschrieben schon, aber nicht mehr veröffentlicht. Und insgesamt scheint das zweite Halbjahr 2016 weitaus ergiebiger zu sein als das erste 🙂

Stand der Dinge

Es ostert. Erstmal ein paar fröhliche Eier in die Runde.

Wie immer, geschieht ja nicht alles so plangemäß, wie man sich das vorgestellt hat. Das liegt natürlich nicht an mir, sondern an der lästigen Angewohnheit von Generaldirektor Latz, auch noch Romane anderer Schriftsteller veröffentlichen zu wollen, ein Unterfangen, das ich grundsätzlich für fragwürdig halte. Also, wie ist der Stand der Dinge? Und nein, ich meine damit nicht meine Männererkältung.

1. „Kaiserkrieger Vigiles“ # 1 ist fertig lektoriert und gesetzt, es fehlt aber ein Cover. Herr Timo Kümmel muss ja mal wieder Urlaub machen. Aber irgendwann ist ja auch der schönste Urlaub mal vorbei.

2. „Tentakelfürst“ ist beim Betaleser, der sich das Manuskript vornimmt, ehe es der Lektor bekommt.

3. „Ein Prinz zu Tulivar“ hat alles: Lektorat, Satz, Cover. Nur Herr Generaldirektor sitzt noch drauf und wärmt sich an dem Gedanken, das Buch irgendwann einmal zu publizieren. Hrngf.

4. „Meran“, der dritte Daxxel, ist zu fast 2/3 fertig.

5. „Schwere Gezeiten“, Kaiserkrieger # 9, wird derzeit von mir überarbeitet, geht dann zum Betaleser. Außer, der macht auch noch Urlaub.

6. „Die Canopus-Konvergenz“, Band 1 einer neuen Trilogie, wächst nur langsam. Das Buch muss nicht schnell fertig, das erscheint aller Wahrscheinlichkeit nach erst 2017.

7. „1713“, der 13. D9E-Band, wächst etwas schneller. Da er erst im Oktober 2016 erscheint, habe ich es auch nicht so dringend.

Darüber hinaus schreibe ich noch an einem geheimen Geheimprojekt, das aller Wahrscheinlichkeit nach erst im zweiten Halbjahr diesen Jahres Ankündigung erfährt. Stay tuned.

Ihr seht: ich bin fleißig und diszipliniert. Ihr wisst ja, an wen die Beschwerdemails zu richten sind.

Habemus Abrechnung

Der April hat begonnen, das erste Quartal 2015 ist verstrichen, also schauen wir uns mal an, wie die Zahlen so aussehen.

Beginnen wir wie immer mit den Kaiserkriegern. Band 1 ging im ersten Quartal rund 100 x über den Tisch, damit liegt die verkaufte Gesamtauflage jetzt bei 7.050 Exemplaren. Sektkorken! Band 2 verkaufte auch rund 100 Bücher, hier sind wir jetzt bei 4.550 Stück. Für Band 3 haben wir gleichfalls 100, also jetzt insgesamt 3.750. Band 4 lief auch mit 100 Abverkäufen, nunmehr 3.250. Band 5 ging wieder etwas besser, da sind es 150, insgesamt sind wir bei 3.000 Exemplaren. Band 6 verkaufte sich auch 150 x, insgesamt 2.650 Stück. Kaiserkrieger # 7 ging 150 x weg, davon verkauften sich bis jetzt insgesamt 1.700 Exemplare. Kaiserkrieger # 8 erschien vor zwei Wochen, in dieser Zeit wurden 700 Bücher verkauft.

Kommen wir zu den Tentakeln. Der ebook-Omnibus verkaufte sich 50 x, hier sind wir nun bei 2.550 Stück. “Tentakelwacht” erreichte 50 Verkäufe, hier sind es nunmehr 1.700. “Tentakelblut” verkaufte 50 Stück, insgesamt also jetzt 1.400. “Tentakelreich” ging 100 x weg, hier gab es insgesamt jetzt also 1.050 Verkäufe.

“Eobal” verkaufte sich 20 x, damit sind wir jetzt bei 800 verkauften Büchern angekommen. Von “Habitat C” wurden rund 30 verkauft, also insgesamt jetzt 450.

Der “Lord zu Tulivar” verkaufte sich im fraglichen Zeitraum rund 20 mal, insgesamt liegen wir hier also nun bei 470 verkauften Exemplaren. Mal gucken, ob der in Kürze erhältliche Folgeband da noch was reißt.

Was, wann und wo?

Da meine diversen Meldungen über in Arbeit befindliche und fertiggestellte Manuskripte offenbar die einen oder anderen in Verwirrung stürzen, erlaube ich mir, eine kleine Aufstellung zu präsentieren, was für 2015 bei mir so ansteht. Here we go:

Fertiggestellte, aber noch nicht erschienene Romane:

Die neunte Expansion # 9 – „Der sensationelle Gonwik“, erscheint im Oktober 2015.

„Ein Prinz zu Tulivar“, erscheint wahrscheinlich erst im März 2015.

Kaiserkrieger # 8 – „Stürmische Himmel“, erscheint im Februar 2015.

Kaiserkrieger Vigiles # 1 – „Tod im Senat“, erscheint voraussichtlich im Sommer 2015.

Kaiserkrieger # 9 – „Schwere Gezeiten“, erscheint wahrscheinlich irgendwann im Spätsommer/Herbst 2015.

Tentakelkrieg # 7 – „Tentakelfürst“, erscheint wahrscheinlich irgendwann im Spätsommer/Herbst 2015.

In Arbeit befindliche Manuskripte:

„Meran“, voraussichtlich abgeschlossen im Mai 2015, erscheint voraussichtlich Ende 2015.

Die neunte Expansion  # 13 – „0100010101001110010001001713“, voraussichtlich abgeschlossen im Juni 2015, erscheint voraussichtlich im Oktober 2016.

„Die Canopus-Konvergenz“, Band 1 meiner sechsteiligen Space Opera „Das Erbe der Sca’a“, voraussichtlich abgeschlossen im August 2015, erscheint voraussichtlich irgendwann 2016.

Für 2015 noch zu schreiben geplant:

Tentakelkrieg # 8 – „Tentakelherz“, werde ich voraussichtlich im Mai 2015 beginnen, wird 2016 erscheinen.

Kaiserkrieger # 10 – „Brennende Tempel“, werde ich voraussichtlich im Juni 2015 beginnen, wird 2016 erscheinen.

Manuskript X – ich weiß es schlicht noch nicht – werde ich voraussichtlich im August 2015 beginnen. Vielleicht ein dritter Tulivar, wenn die ersten beiden sich gut verkaufen, vielleicht der nächste D9E, ein zweiter Vigiles-Roman, vielleicht etwas ganz anderes.

Reicht eigentlich, oder?

Dirk war fleißig

Das Jahresende scheint mich beflügelt zu haben – vielleicht ist es dieses Gefühl, 2014 noch etwas geschafft haben zu wollen. Diesmal habe ich dieses Gefühl in die Tat umgesetzt und kann zufrieden sein: das Manuskript von „Vigiles # 1“ ist in der Rohfassung abgeschlossen und darf jetzt überarbeitet werden (da ist auch noch einiges zu tun). Beim „Tentakelfürst“ habe ich die psychologisch wichtige Marke von 300.000 Zeichen überschritten, womit die Hälfte des Romans fertig ist. Bei KK # 9 habe ich die psychologisch wichtige Marke von 400.000 Zeichen überschritten, womit zwei Drittel des Romans fertig sind. Bei „Meran“, dem dritten Daxxel-Roman, habe ich die psychologisch wichtige Marke von einem Zeichen überschritten, womit ich dieses Werk offiziell begonnen habe. Außerdem habe ich über die langweiligen Weihnachtsfeiertage 20.000 Zeichen im ersten Band meines neuen SF-Zyklus verfasst, der den Tentakeln folgen wird. Das Manuskript geht aber jetzt erstmal wieder in Hibernation. Vielleicht schreibe ich es gerade rechtzeitig weiter, wenn im September mein Hemingwrite geliefert wird 🙂

Den Rest des Jahres werde ich genau so weitermachen, damit ich diese Dynamik  nach 2015 hinein übertrage.

Aber jetzt erstmal Schnee räumen.

Ein paar Worte für den Dezember…

Das Wetter ist trübe, der Himmel bedeckt, man möchte sich einigeln, zudecken, die Augen schließen und darauf warten, dass es Frühling wird. Es gibt ja Leute, die meinen, diese Jahreszeit sei für Kreativität besonders gut geeignet, aber zumindest bei mir erfordert sie eher ein überproportionales Maß an Selbstdisziplin. Immerhin, die jahrelange Übung im Überstehen winterlicher Trübsinnigkeit haben mir auch bisher dabei geholfen, diese Selbstdisziplin aufzubringen, und so bin ich bei meinen schriftstellerischen Projekten immer noch weitgehend im Zeitplan. So gesehen jammere ich also auf hohem Niveau. Aber, ja, es könnte noch höher sein 🙂

Wer nicht nur jammern, sondern auch ein paar weise Ratschläge dazu hören möchte, wie man sich als Schriftsteller so durchschlägt, wenn man das Metier zumindest einigermaßen ernst nimmt, der sollte sich Bernard Craws alias Robert Corvus‘ alias Bernd Robkers Videoblog zum Thema einmal anhören. Ich will nicht sagen, dass alle seine sieben Tips – und die dahinter liegenden Situationsbeschreibungen – immer auf jeden zutreffen, aber alles in allem sind das weise Worte.

Kaiserkrieger-Banner VigilesWie weit bin ich mit meinen Projekten denn bisher gekommen? Der erste Band der neuen Reihe „Kaiserkrieger – Vigiles“ mit Kriminalromanen in meinem Alternative-History-Universum steuert auf sein Finale zu. Der Roman wird etwas knapper ausfallen als die sonst üblichen Romane aus dieser Serie, denn ich bin zu der Überzeugung gekommen, dass Krimis besser funktionieren, wenn man sie nicht allzu endlos auswalzt. Ich hoffe, dass ich mit dieser Einschätzung nicht völlig daneben liege. Zum Ausgleich wird „Kaiserkrieger # 9 – Schwere Gezeiten“ dann wieder etwas länger, da gibt es einfach weitaus mehr Handlungsebenen und eine dermaßen in sich verschachtelte Handlung, die kann man nicht mit einigen knappen Kapiteln abarbeiten. Etwas anderes Genre, etwas andere Herangehensweise. Beim Krimi lerne ich auch noch.

„Tentakelfürst“, der erste Roman der abschließenden Tentakeltrilogie, wird auch etwas umfangreicher, weil die Geschichte, die ich mir ausgedacht habe, etwas komplizierter ist, als ich anfangs annahm (da ich keine Exposés schreibe, keine Entwürfe, gar nichts, werde ich im Regelfalle durch die Entwicklungen, die meine Plots nehmen, selbst überrascht). Aber auch da nähere ich mich der Hälfte des Manuskripts. Und da es das Cover ja schon gibt, wollen wir mal hoffen, dass dies Ansporn ist, den Roman auch einigermaßen fix Anfang 2015 fertig zu haben.

Dirk van den Boom - ARRIVALAnfang 2015 sollten auch „Kaiserkrieger # 7 – Stürmische Himmel“ sowie, wohl danach, „Ein Prinz zu Tulivar“ erscheinen. Ebenfalls steht eine neue Earl-Dumarest-Übersetzung von mir in der Verlagspipeline. Und darüber hinaus hat der Atlantis-Verlag versprochen, dass mit „Arrival“ auch der erste Band der englischen Übersetzung der Kaiserkrieger-Bände publiziert werden soll. Auf die Reaktionen des letzteren Projektes bin ich wirklich sehr gespannt. Mal schauen, ob sich die ganze Mühe wohl lohnen wird…

Hinweisen möchte ich noch darauf, dass wieder eine neue Ausgabe des „Corona“-Magazins erschienen ist, das monatlich kostenlos als ebook zur Verfügung steht, z. B. über amazon. Darin enthalten ist wieder ein Beitrag meiner Military-SF-Kolumne, die seit dem Relaunch fester Bestandteil des Magazins geworden ist. Schaut rein, es kostet nichts außer Lebenszeit.