„Distraction free“. Mal gucken.

Mein „Freewrite“ ist angekommen. Ursprünglich hieß er „Hemingwrite“ und war ein sehr populäres Kickstarter-Projekt, an dem ich teilnahm. Und deswegen habe ich einen der ersten 500 Freewrites bekommen, da steht er. Er hatte einige Anlaufprobleme, aber jetzt habe ich ihn aktiviert.

Was ist das? Die Idee ist einfach und lässt sich am besten mit „back to the roots“ umschreiben. Als Schriftsteller ist man ja mannigfachen Versuchungen ausgesetzt, vor allem dann, wenn man in Umgebungen schreibt, die nicht ganz dem Ideal einer Künstlerklause entsprechen. Wichtige Ablenkungen sind aber auch „eingebaut“, nämlich in die Schreibgeräte, die die meisten benutzen. Als jemand, der selbst gerne auf Facebook postet, kann ich davon ein Liedchen singen.

Der Freewrite macht wieder einen Schritt zurück in jene Zeit, in der man einfach nur Text produziert hat. Er ist im Grunde nicht mehr als eine elektronische Schreibmaschine, die Texte – nie mehr als drei gleichzeitig – lokal und in der Cloud speichert. Die Synchronisierung mit bspw. Dropbox funktioniert gut, wenn man Wifi-Empfang hat. Der E-Ink-Bildschirm zeigt genau das an, was man zu sehen bekommen soll: Text. Sonst nichts. Und einen passenden Bildschirmschoner, wenn man mal sinnierend auf die Tastatur starrt.

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Die Tastatur ist natürlich das Herzstück, und hier wurde Cherry bemüht. Es klickert schön, wenn man schreibt, und wenn man so gepolt ist wie ich, dann mag man das.

Das Gerät ist simpel, auch in der Bedienung, und es ist natürlich, was die Software angeht, noch in der Betaphase. Es gibt manche Features, die wünschte man sich, die gibt es aber noch nicht. Das kleine Startup namens Astrohaus, das den Freewrite produziert, verspricht aber permanente Updates der Firmware, und daher fasse ich mich in Geduld. Für solche unter uns, die dann auch das Arbeitszimmer verlassen und sich in die einsame Berghütte zum Schreiben zurückziehen, hier die gute Nachricht: Der Akku hält einige Wochen, sagen die Hersteller. Ob ich dazu komme, das mal auszuprobieren, weiß ich nicht.

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Es gibt natürlich ein deutsches Tastaturlayout, aber nur für die Firmware. Ich werde mir also ein paar Aufkleber für die Umlaute nicht ersparen. Dass eine so kleine Firma für jede mögliche Sprache auch eigene Tastaturen anbietert, habe ich auch nicht erwartet.

Ob und wie der Freewrite sich im Dauerpraxistest eines fleißigen Autors bewährt, darüber werde ich an anderer Stelle gerne näher berichten. Er ist jetzt da und schaut mich auffordernd an. Das ist doch immerhin schon mal etwas.

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