2015…

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und da ich mein Blog in den letzten Wochen etwas stiefmütterlich behandelt habe, will ich die Zeit nutzen, die ich benötige, um meine letztlich tödliche Männererkältung zu ertragen, ein paar Worte zu schreiben.

IMG_20150328_123950[1]Das Jahr 2015 war in vielerlei Hinsicht für mich signifikant. Zum einen wurde ich beruflich mit einer der größten Herausforderungen der jüngeren Geschichte unseres Landes konfrontiert: Der Flüchtlingskrise. Ich wurde dadurch natürlich auch besonders auf die auserlesene Dummheit eines nicht unbeträchtlichen Teils der bundesdeutschen Bevölkerung aufmerksam gemacht, der sich durch Islamophobie, Xenophobie und Rassismus öffentlich auszeichnete. Leider weitaus weniger publikumsträchtig war und ist das große Engagement vieler anderer Menschen für die Flüchtlinge, auch und gerade dort, wo der Staat es nicht geschafft hat – und z. T. immer noch nicht schafft – die notwendigen Unterstützungsstrukturen aufzubauen. Wenn etwas gleichermaßen gezeigt hat, wie fortschrittlich die deutsche Gesellschaft auf der einen Seite ist und wie weit sie noch in steinzeitlichem politischen Denken andererseits verharrt, dann wohl diese Krise – und das sage ich bewusst als jemand, dem man wohl kaum vorwerfen kann, ein Linker zu sein.

Vor diesen Geschehnissen könnte meine schriftstellerische Arbeit verblasst sein, das tat sie aber glücklicherweise nicht, ganz im Gegenteil. Ich habe viele neue Projekte gestartet („Die Beschützer“ mit Martin Kay, „Die Scareman-Chroniken“ mit Sylke Brandt und mein erster Vertrag mit Cross Cult für die Skiir-Trilogie), einige fortgesetzt (Kaiserkrieger, Tentakel, Die neunte Expansion, Tulivar) und eines beendet (die Daxxel-Romane fanden ihren Abschluss). Es ist also einiges vollbracht worden und es steht noch einiges bevor. Das wäre natürlich alles nicht möglich gewesen ohne treue Leserinnen und Leser, die mich durch das vergangene Jahr begleitet haben. Ich versichere euch allen, dass ich weiterhin alles in meiner Macht stehende tun werde, um euch so penetrant wie möglich auf allfällige Neuerscheinungen hinzuweisen. Trust me.

12298030_955602401181434_1709463448_oWo wird man mir im Jahre 2016 voraussichtlich begegnen? Natürlich sind Pläne immer Schall und Rauch, aber trotzdem: geplant ist mein Besuch des LuxCon, des MarburgCon, des ColoniaCon sowie des BuCon. Ob es darüber hinaus noch eine weitere Spontanentscheidung geben wird, hängt von allerlei Unwägbarkeiten ab, z. B. ob es Herrn Bartholomä gelingt, noch weitere Stars auf den ComicCon zu holen (ach nee, das heißt ja die ComicCon, sorry), die meine Tochter unbedingt treffen muss. Das bisherige Line-Up lässt mich ja noch hoffen…

Was waren meine phantastischen Highlights des Jahres 2015? Ich denke mal, dass mir an bewegten Bildern am besten die Entwicklung der Superheldenserie „The Flash“ gefallen hat – im Kino war ich leider so gut wie gar nicht und habe viele der wichtigen SF-Filme des Jahres daher noch gar nicht gesehen. Gelesen habe ich einmal wieder weitaus weniger, als ich hatte lesen wollen, und das wie immer zu meinem großen Bedauern. Aber ich bekomme die Tage eine neue Lesebrille und vielleicht wird dann alles besser. Mein Lieblingsbuch des Jahres 2015 war „Children of Time“ von Adrian Tchaikovsky. Ein herausragender Roman, den ich nur wärmstens empfehlen kann.

Ich möchte mich für das vergangene Jahr bei einigen Leuten noch bedanken. Ich bedanke mich bei Guido Latz, der es beinahe geschafft hat, alle geplanten Bücher von mir auch herauszubringen (eins fehlt noch, das wird aber hoffentlich bald was). Ich bedanke mich bei Martin Kay, einfach, weil er da ist (und weil ich immer eine gute Quelle für gebrauchte, „wie neue“ Smartphones und Tablets habe). Ich bedanke mich bei Oliver Naujoks, dem nettesten Schnösel und Banausen auf Erden. Ich bedanke mich bei Markus Rohde für das in mich gesetzte Vertrauen. Ich bedanke mich beim Stammtisch „Spaceship Saar“, der dafür sorgt, dass ich hin und wieder mal unter vernünftige Leute komme. Ich bedanke mich bei Timo Kümmel und Allan Joel Stark und Tony Andreas Rudolph und Ernst Wurdack. Ich bedanke mich beim sf-netzwerk.de. Die Liste ließe sich bestimmt noch vervollständigen, aber wie gesagt: Männerschnupfen. Da lässt die Konzentration irgendwann nach.

Euch allen ein wunderbares Jahr 2016. Dass ihr es vor allem dafür nutzen solltet, möglichst viele meiner Romane zu kaufen, ist sicher selbstverständlich. Ich bin mir aber sicher, dass ihr großes Verständnis dafür habt, dass ich es an dieser Stelle noch einmal erwähne 🙂

See you all in 2016!

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