Neil Armstrong ist tot

Wie wir alle mittlerweile gehört haben, ist der erste Mann auf dem Mond im Alter von 82 Jahren verstorben. Das ist kein Alter, bei dem man sagt: Viel zu früh. Dennoch habe ich das Gefühl, dass es zu „früh“ ist. Als ein großer Freund der bemannten Raumfahrt und beständiger Kritiker der Tatsache, dass wir hier auf Erden Milliarden für blödsinnigen Scheiß ausgeben, anstatt die entsprechenden Raumfahrtetats signifikant zu erhöhen, war Neil Armstrong für mich das lebende Beispiel dafür, dass man kann, wenn man nur will. Damit will ich nicht sagen, dass der einzige Weg ins Weltall die Allianz von öffentlichen Geldern und staatlichen Agenturen ist – zu ihren Hochzeiten konsumierte die NASA 4,4 % des US-amerikanischen Staatshaushaltes -, aber wie gesagt, es geht mir um den Symbolgehalt Neil Armstrongs.

Er war die lebende Erinnerung daran, dass es vielleicht doch auch mal um mehr gehen könnte als auf diesem alten, gammeligen Planeten zu versauern.

Jetzt ist Neil Armstrong Geschichte, und damit versinkt auch die erste Mondlandung in die Geschichtsbücher. Was dort steht, das wissen wir alle, nimmt niemand mehr so richtig ernst. Das ist die wahre Tragödie seines Todes.

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