Work in progress

Leot mochte gut planen können, gut organisieren und er mochte die Stimme hören, aber mit Frauen hatte er seine Probleme. Dass Dorna das nicht weiter störte, sondern sie genauso mit ihm flirtete, ihn beschimpfte, ihn verachtete und beachtete wie alle anderen Männer, machte die Sache für ihn nicht einfacher. Leot war nicht gerne verwirrt. Er liebte klare Strukturen, Kausalitäten, die Ordnung. Er schätzte die Informationen der Stimme, ihre kühle Freundlichkeit, die realitätsnahe Zuversicht, die pragmatische Hilfe ihrer Offenbarungen.

Dorna verwirrte ihn.

„Du… ich weiß nicht…“

„Wann hast du das letzte Mal mit der Stimme geredet?“

„Vor gut drei Wochen.“

„Und wie lange willst du noch warten?“

Leot zuckte mit den Achseln. „Sie haben eben alles abgesperrt. Und sie haben die Streifen verstärkt. Vielleicht suchen sie nach uns.“

„Die Sklaven suchen nicht nach uns, sie suchen nach jenen, die dafür gesorgt haben, dass der große Aufruhr ausgelöst wurde.“

Die Verachtung in Dornas Stimme verletzte Leot, doch er bemühte sich, seine Gefühle nicht zu zeigen. Die anderen Freien sahen und hörten zu. Er durfte sich nicht verletzen lassen. Er war derjenige, der die Stimme hörte.

Er konnte ein klein wenig Respekt erwarten.

„Du bist ein Trottel, Leot!“

Nur von Dorna wohl nicht.

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