Das Jahr 2011 im Rückblick

Es ist eine gute Tradition, das Blogjahr mit einem Rückblick auf das Vergangene und einem kleinen Ausblick auf das Kommende abzuschließen. 2011 war ein ereignisreiches Jahr, das mir trotz meines fortgeschrittenen Alters als relativ lang erschien.

Dirk, der Leser

So ereignisreich 2011 auch gewesen sein mochte, als Lektürejahr war es katastrophal für mich. Das lag nicht daran, dass ich so viele entsetzliche Bücher gelesen hätte – es waren einige sehr unterhaltsame Werke dabei! -, sondern daran, dass ich so wenig wie noch nie gelesen habe. Ich kann dafür natürlich allerlei Entschuldigungen finden – Beruf, Umzug usw. -, aber das macht es nicht besser. 2010 weist meine Statistik immerhin rund 40 gelesene Romane auf. 2011 waren es 12. Zwölf. Welch ein Abstieg. Meine Hoffnung ist, im kommenden Jahr aus meiner Bibliothek endlich das Lesezimmer machen zu können, von dem ich träume. Dann soll alles wieder besser werden. Es muss einfach besser werden. Ich schäme mich richtig.

Dirk, der Fan

2011 habe ich immerhin den DortCon, den „Old Rocketman“, den PR-WeltCon sowie den BuchmesseCon besuchen können, ein guter Durchschnitt für mich. Mein Dasein als Teil der Fan-Szene hat mir durchaus Freude bereitet, weil es einfach so viele furchtbar nette Menschen gibt, die man da treffen kann und die auf eine ganz bestimmte Art und Weise… nunja, „anders“ sind. Nicht gefallen hat mir manche virtuelle Diskussion. Aber so ist es eben, wenn Individuen aufeinander treffen, die etwas… nunja, „anders“ sind. Ich will mir zugute halten, dass ich mit meinen antiquarischen 45 Lebensjahren diesbezüglich jetzt etwas mehr Gelassenheit entwickelt habe. Hoffentlich. 2012 stehen für mich viele Cons auf der Liste, und ich will so viele wie möglich davon besuchen. Und mit meinem Videoblog habe ich eine neue Möglichkeit gefunden, die Welt an meiner Weisheit teilhaftig werden zu lassen. Ich weiß, ich bin ein ganz klein wenig extrovertiert. Seht es mir nach – und nehmt mich nicht so ernst.

Dirk, der Schriftsteller

Ab wann klingt es nicht mehr prätentiös, wenn man sich Schriftsteller nennt? Ich weiß es nicht. Aber 2011 habe ich so viel Text geschrieben wie noch nie in meinem Leben, so viele meiner Bücher verkauft, wie noch nie in meinem Leben und so viel Geld damit verdient, wie noch nie in meinem Leben. Ist eine fünfstellige Gesamttantieme ein Indiz dafür, dass ich jetzt ein „richtiger“ Schriftsteller bin? Sagt Ihr es mir. Ich weiß nur, dass ich 2012 so weitermachen möchte und werde. Ich habe da nämlich noch sehr viel vor. Dabei hat die eBook-Revolution (ja, ich benutze diesen Begriff ganz bewusst, und ich denke, dass er zutrifft) viel zu meinem Optimismus beigetragen. Neulich habe ich in einer mail folgendes über meinen Hausverlag Atlantis geschrieben: „Denn er hat, im Gegensatz zu vielen, darauf richtig und angemessen, ohne Vorurteile und vor allem ohne jede Ängstlichkeit reagiert. Wo andere die Gefahr sahen, ja sogar die Bedrohung, erkannte er die Chancen. Als Kleinverlag ist Atlantis ein gutes Beispiel, wie man durch einen flexiblen Umgang mit medialen Revolutionen gewinnen kann, anstatt in einer Angstdiskussion zu erstarren und alles und jeden problematisieren zu müssen.“ Das ist eine Lektion, die viele noch nicht gelernt haben und nicht lernen wollen. Das ist in Ordnung soweit. Ihr dürft Euch dann gerne hinten anstellen.

2012 wird die Welt nicht untergehen. 2012 wird nicht alles zusammenbrechen. 2012 wird, da bin ich mir sicher, ein Jahr voller Neuanfänge und Verbesserungen, die uns erst einmal wie Erschütterungen und Umwälzungen erscheinen mögen. Aber ich freue mich auf 2012. Ich freue mich darauf, meine Bücher auf dem Markt zu sehen. Ich freue mich auf Leser, die mir sagen, dass sie meinen Roman einfach nicht aus der Hand legen konnten. Ich freue mich über diejenigen, die mir erklären können, warum ihnen mein Geschreibsel nicht gefallen hat, damit ich es besser machen kann. Ich freue mich über jedes Buch, das ich signieren darf. Ich freue mich über jedes Buch, das ich lesen kann und das mich inspiriert.

Ich freue mich auf den neuen Roman von Armin Rösler, denn er ist der Einzige, der mir das Wasser reichen kann 🙂

Ich wünsche Euch allen das Beste für 2012, was auch immer das für Euch sein mag.

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Ein Kommentar

  1. Harald Giersche

    Schriftsteller oder nicht? Mhm, wenn Deine tantieme minimal also 10 kEuronen sind, dann dividiere ich das eben durch zwölf und erhalte – ca. 800 €.
    Davon könnte man durchaus leben. Das Level spielt keine Rolle. Ergo bist Du in meinen Augen nun ein richtiger Schriftsteller! Du schreibst gerne und viel und nicht zu schlecht, verdienst soviel, das ein „make a living“ möglich ist. Basta.
    Und Gratulation. Ich neide es Dir im positiven Sinne.

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