Work in progress

„Das kann nicht dein Ernst sein, Hauptmann!“

„Du bekommst ein Haus.“

„Du bist bekloppt.“

Ich beschloss, diesen Mangel an Respekt gegenüber meinem herrschaftlichen Selbst zu ignorieren. Das fiel mir schon aus dem Grund relativ leicht, dass ich Woldans Hilfe dringend benötigte.

„Mit Garten. Du wolltest immer einen Garten.“

„Ich will mich nicht zur Ruhe setzen, verdammt.“

Das war der erste Knackpunkt. Woldan gehörte zu den Ältesten meiner Männer und hätte es sich natürlich längst verdient, ein beschauliches Leben zu führen. Aber er gehörte zu diesen treuen Geistern, die immer irgendwo eine Verpflichtung sahen, und ich konnte ihn sogar ganz gut verstehen. Wir hatten gemeinsam eine Menge durchgemacht. Aber genauso, wie ich als Baron ein ganz neues Kapitel meines Lebens aufgeschlagen hatte, war es nun auch an Woldan, seinem Leben eine neue Wendung zu geben. Er wusste es nur noch nicht richtig.

„Ich zahle dir einen Sold“, ergänzte ich. „Du musst dich nicht darauf verlassen, dass die Bewohner Floßheims dich alimentieren werden.“

„Die Bewohner Floßheims werden mich umbringen!“

Das war der zweite Knackpunkt.

Advertisements

Ein Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s