SF-Boom

Das Blog des Schriftstellers Dirk van den Boom


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400.000

Trotz Kartons packen und Handwerker beaufsichtigen habe ich es heute geschafft, bei meinem ersten Fantasy-Roman – der jetzt “Ein Lord zu Tulivar” heißt – die Grenze von 400.000 Anschlägen zu knacken. Damit begebe ich mich langsam auf die Zielgerade, da der von mir geplante Gesamtumfang irgendwo bei 500.000-550.000 Anschlägen liegen soll. Sollte also dieses Jahr noch was werden. Und beim fünften Kaiserkrieger habe ich heute immerhin die 150.000 geknackt. Aber es bleibt da noch ziemlich viel Handlung übrig…


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Work in progress

Secundus sah Volkert seltsam an. Ihm schien diese Vision seines Freundes etwas weit gegriffen, doch er wusste mittlerweile, dass Volkert für nicht uninteressante Ideen gut war.

„Du solltest mit Sedacius reden“, schlug er vor.

„Ich will mich nicht in den Vordergrund drängen.“

„Dafür, dass du das nicht willst, ist es dir aber bisher ganz ordentlich gelungen.“

Volkert hielt inne und starrte Secundus an. Dann nickte er vorsichtig.

„Ich kann dir nicht widersprechen. Aber ich muss es ja nicht mit Gewalt herausfordern.“

„Es ist eine Idee, die uns die Initiative gibt und unseren Arsch retten könnte“, sagte Secundus leichthin. „Deinen Arsch. Vor allem meinen. Ich mag meinen Arsch. Rede mit Sedacius.“

Volkert seufzte. Dieser Mann war eine Pest.


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Kaiserkrieger # 3 im September

Geht alles nicht so fix bei der Hitze. Also: Die HC-Ausgabe kommt diesmal ausnahmsweise mal vor dem Paperback raus, wahrscheinlich kurz nach meinem Umzug im September. Danach folgen dann aber das Paperback und das eBook gleichauf, so dass der Herbst rein lesetechnisch auf jeden Fall anfangen kann.

Ich habe von meinen Betalesern KK # 4 zurückbekommen und muss, oh welche Überraschung, auf jeden Fall nochmal dran, ehe der Lektor es dann noch einmal durchkneten darf. Dafür macht KK # 5 ganz ordentliche Fortschritte, bis heute bei rund 135.000 Anschlägen angekommen. Ich werde aber im September schreibtechnisch erkennbar nachlassen, es steht einfach zuviel anderer Rotz an. Eigentlich könnte mal jemand von Euch vorbei kommen und meine Kartons packen?


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Work in progress

Wir folgten ihm ins Haus. Innen war die Villa so, wie wir es erwartet hatten: voller Pomp und Luxus, aber ohne jeden Stil. Kostbarkeiten aus allen Ecken des Reiches waren wahllos zusammengerafft und präsentiert worden, aber es wirkte alles unfertig, ja chaotisch. Goran wusste, was wertvoll war, aber es fehlte ihm jeder Sinn für Ästhetik. Allein die Farbkompositionen verursachten beim bloßen Anblick Augenschmerzen. Wir endeten in einer Art Arbeitszimmer, dominiert von einem mit Goldlack verzierten Eichenholztisch und einem gigantischen Selbstporträt des Hausherren, das von einem begabten Künstler erstellt worden war. Die Begabung war allein schon dadurch ersichtlich, dass das Bild sowohl die Verschlagenheit wie auch die Dummheit des Porträtierten gleichzeitig wiedergab. Die Tatsache, dass Goran es trotzdem aufgehängt hatte, illustrierte sowohl seinen überbordenden Narzissmus wie auch seine eklatanten intellektuellen Defizite.

Er war dick geworden, Woldans Bruder. Umgeben von Luxus und allem Überfluss, war seine Haut weißlich und weich, seine Finger dicklich und wirkte der sorgsam gepflegte Backenbart auf dem Doppelkinn fahl und wie aufgemalt. Nur sein Blick war klar, konzentriert, fokussiert und misstrauisch. Ich durfte ihn nicht unterschätzen, diesen Mann. Er war, tief in seinem Innersten, immer noch das gleiche Arschloch, als das ich ihn kennen gelernt hatte.


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Postingfrequenz

Damit bin ich zur Zeit beschäftigt:

Damit bin ich jetzt eine Weile beschäftigt, so bis Mitte des kommenden Monats. Ich werde mein Blog also möglicherweise ein ganz klein wenig vernachlässigen. Oder aus Frust doppelt so viel posten, weiß auch noch nicht :-)

Jedenfalls habe ich heute Babylon 5, Season 1, im englischen Original weggeworfen – auf VHS. Es war ein harter Schritt der Selbstüberwindung, gefolgt von den ersten beiden Seasons von SG1. Habe ja alles auf DVD. Trotzdem. Schnüff.


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Work in progress

„Wir wollen zu Goran“, sagte er, ehe einer der Wachmänner den Mund öffnen konnte. „Sagt ihm, sein Bruder ist da.“

Die beiden Krieger wechselten einen Blick, dann grinste einer anerkennend.

„Nicht übel. Den Trick hat noch keiner versucht. Dafür hau ich dir auch nicht gleich eins aufs Maul, sondern sage dir nett, dass du abhauen sollst.“

Woldan wirkte kaum beeindruckt.

„Ich bin Woldan, Gorans Bruder. Vor fünf Jahren habe ich ihm ein blaues Auge verpasst. Mein Freund hier hat seinen Arm filetiert. Fragt mal nach.“

Der eine Wachmann kicherte. Der andere aber schien schon etwas länger in Diensten seines Herrn zu stehen, denn seine Augen verengten sich. Offenbar mobilisierte er ungeahnte intellektuelle Reserven, denn man sah ihm die Anstrengung des Nachdenkens förmlich an. Sein Erinnerungsvermögen, soweit noch nicht durch Wein und Bier völlig zersetzt, schien ihn noch nicht völlig verlassen zu haben.

„Woldan, hm?“, machte er, um die Pause zu überbrücken.

„Derselbe.“

„Ich frag mal. Keine Dummheiten.“

Der Mann verschwand durch das Tor im Haus. Minuten später kam er mit einem Begleiter heraus, den ich sofort wieder erkannte. Goran war von seinem ganzen Auftreten immer noch das affektierte, arrogante und selbstverliebte Arschloch, als das ich ihn kennen gelernt hatte. Manche Dinge änderten sich offenbar nie.

Goran trat auf uns zu, blickte erst mich, dann Woldan an und rang mit sich ob der richtigen Reaktion. Er wollte wohl nicht richtig lächeln, aber andererseits wogen die Bande der Verwandtschaft stark. Darüber hinaus wusste er sicher, dass ich jetzt ein richtiger Baron war, und da befahl man nicht leichtfertig die sofortige Entsorgung in der Gosse. Schließlich setzte er ein falsches Grinsen auf und deutete eine Verbeugung an.

„Bruder“, sagte er dann tonlos.

„Bruder“, erwiderte Woldan ebenso.

Das war herzliche Geschwisterliebe. Ich war gerührt.

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